data-quest leistet Starthilfe für Flüchtlingsuni

Der Bürgerkrieg in Syrien hat Tausende junger Leute aus Ausbildung und Studium gerissen. Eine Fortsetzung des Studiums an deutschen Hochschulen ist ohne vollständige Papiere und gute Deutschkenntnisse nicht möglich. Die Folge: Motivierte junge Menschen müssen ihre Zeit tatenlos verbringen.
Die Kiron University ist nun angetreten, Flüchtlingen eine Perspektive auf Bildung zu bieten und ihr Leben wieder ein Stückchen selbstbestimmter zu führen. Das Konzept des gemeinnützigen Startups: Flüchtlinge absolvieren über das Internet einen zweijährigen Sprachkurs und ein Studium generale. Das ist unbürokratisch möglich. Spätestens im dritten Jahr, wenn nötige Dokumente und Sprachqualifikationen vorliegen,  wechseln die angehenden Studierenden  an Partnerhochschulen, die ggf. online erworbene Prüfungsleistungen anerkennen und das Studium fortführen. 

Für die Inhalte der Online- und Sprachkurse und die spätere Fortführung des Studiums  arbeitet die Kieron University mit akademischen Partnern aus dem In- und Ausland zusammen, u.a. der RWTH Aachen. Als Lernplattform, über die die Kurse besucht werden können, kommt die  lizenzkostenfreie Software "Stud.IP" zum Einsatz.
Die Göttinger Firma data-quest, die Support und Entwicklung für die Open-Source-Software leistet, hat dabei Starthilfe geleistet. "Wir waren sofort begeistert von der Idee, eine Bildungsmöglichkeit für Flüchtlinge anzubieten, und haben spontan Hilfe zugesagt", sagt Marco Bohnsack, Geschäftsführer von data-quest. Innerhalb weniger Tage richtete data-quest die Infrastruktur für eine komplette, virtuelle Hochschule ein. Die ersten Eintausend Studierenden haben bereits ihr Studium in der Plattform aufgenommen.  "Wir hoffen, dass das Engagement von Kiron und unser Beitrag sehr vielen Menschen helfen und ihnen eine Perspektive  geben wird", so Bohnsack.